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Aus dem Gemeinderat
23.11.2022
23.11.2022 16:50 Uhr

Die Verbotspolitik der Links-Grünen sollte einem Sorgen bereiten

Sebastian Zopfi, Gemeinderat SVP Wahlkreis 1 und 2
Sebastian Zopfi, Gemeinderat SVP Wahlkreis 1 und 2 Bild: zvg
Kontrovers wurde am Mittwoch, dem 16. November, über das Thema Public Viewing abgestimmt.

Sebastian Zopfi

Was war die Ausgangslage? Der Gemeinderat will keine Public Viewings auf öffentlichem Grund in der Stadt Zürich – und dies lediglich ein paar ­wenige Tage vor Beginn der WM in Katar. Nur vier Tage vor Beginn der WM kommt einem in den Sinn, dass die Fifa in Zürich sitzt und man keine Werbung für Katar auf öffentlichem Grund möchte? Von FDP-Vertretern wurde bereits bemerkt, dass dieses Postulat zwölf Jahre nach der WM-Vergabe und weniger als 100 Stunden vor dem Anpfiff kommt.

Der November zieht sicherlich nicht viele Leute an, da das regnerische Wetter nicht unbedingt zum Verweilen einlädt. Katar ist sicherlich nicht unbestritten – aber: Interessiert dies den Herrscher von Katar, ob eine Stadt wie Zürich nun die WM auf öffentlichem Grund verbietet?

Sorgen bereiten sollte einem die Verbotspolitik der Links-Grünen in Zürich. Man soll kein Fleisch mehr essen zu Gunsten des Klimawandels, man verbietet Flugshows und Feuerwerke zu Gunsten des Weltklimas.

Zurückkommend auf die WM: Es ist verständlich, dass es einige Leute gibt, welche – durchaus auch berechtigt – diesen Event boykottieren wollen. Es sollte jedoch jedem selber überlassen werden, ob er dies tun will. Es kann nicht angehen, dass man dies unisono der Zürcher Bevölkerung verbietet. Gesetzliche Bevormundung tut keine Not. Die Schweizer sind mündig und eigenverantwortlich. Jeder kann und soll selber für sich entscheiden. Und das ist auch gut so.

Die SVP ist durchaus nicht mit der Politik in Katar einverstanden, aber ob nun reine Symbolpolitik Katar dazu bringen wird, auf Zürich zu schauen, ist mehr als illusorisch. SVP-Gemeinderat Stefan Iten bemerkte auch, dass die Gastronomen noch unter der Coronapandemie leiden – in diesem Falle will man diese Fakten aber nicht hören, da es hier rein um linke Symbolpolitik geht und auf Fakten und Argumente der Gegner wie immer gar nicht eingegangen wird.

Die linksgrüne Mehrheit kann ihren Willen immer ohne Wenn und Aber – ohne rationale Begründung – durchsetzen. «Wir wollen das nun einfach.» Mit einem Verbot auf öffentlichem Grund wird nichts erreicht – es wird lediglich die Bevölkerung in ­Zürich wie so oft bevormundet, und dem gilt es so schnell wie möglich entgegenzuhalten. Die SVP wird sich mit vereinter Kraft weiterhin dafür einsetzen.

«Die Triebfeder der Politik ist meist Eitelkeit, Ehrgeiz, Machtwille, nur selten Habsucht und noch seltener der uneigennützige Wille, einer Idee oder einer Menschengruppe zu dienen.»

Richard Graf von Coudenhove-Kalergi

In der Rubrik «Aus dem Gemeinderat» schreiben Volksvertreterinnen und -vertreter regelmässig einen Beitrag. Alle im Stadtparlament vertretenen Parteien bekommen hierzu regelmässig Gelegenheit. Die Schreibenden ­äussern im Beitrag ihre persönliche Meinung.

Sebastian Zopfi