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Stadt Zürich
22.11.2022

Polizei verhaftet zwei Frauen wegen Verdachts auf Menschenhandel

Die Polizei verhaftete am Dienstag in Zürich zwei ungarische Frauen. Ihnen wird vorgeworfen, junge Frauen in die Schweiz gelockt und auf dem Strassenstrich ausgebeutet zu haben. (Symbolbild)
Die Polizei verhaftete am Dienstag in Zürich zwei ungarische Frauen. Ihnen wird vorgeworfen, junge Frauen in die Schweiz gelockt und auf dem Strassenstrich ausgebeutet zu haben. (Symbolbild) Bild: KEYSTONE/ALESSANDRO DELLA BELLA
Die Stadtpolizei Zürich hat am Dienstag eine 29-jährige und eine 30-jährige Ungarin verhaftet. Sie stehen im Verdacht, junge Frauen in die Schweiz gelockt und sie dort auf den Strassenstrich geschickt zu haben.

Den Verhaftungen gingen monatelange Ermittlungen von Stadtpolizei und Staatsanwaltschaft voraus, wie diese am Dienstag gemeinsam mitteilten. Die Strafverfolgungsbehörden in Ungarn sowie Europol und Eurojust seien an die Ermittlungen beteiligt gewesen. Auch in Ungarn kam es am Dienstag zu Hausdurchsuchungen und Verhaftungen.

Die beiden in Zürich verhafteten Frauen stehen im Verdacht, Teil eines kriminellen Netzwerks zu sein, welches in Ungarn gezielt junge Frauen angeworben hat. Diese sollen dann als Prostituierte auf dem illegalen Strassenstrich in Zürich ausgebeutet worden sein.

Die aus ärmlichen Verhältnissen stammenden Opfer sollen sich dabei unter ständiger Kontrolle der Beschuldigten befunden haben. Die Staatsanwaltschaft führt gegen die beiden verhafteten Frauen ein Strafverfahren wegen des Verdachts auf Menschenhandel und Förderung der Prostitution.

Keystone-SDA