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Zürich 2
23.11.2022
24.11.2022 09:06 Uhr

Jugendliche helfen 700 Menschen in Afrika

Das erste Ziel ist es, in der Ortschaft Vwawi Wankhama in Südostafrika eine Bewässerungsanlage bauen zu lassen.
Das erste Ziel ist es, in der Ortschaft Vwawi Wankhama in Südostafrika eine Bewässerungsanlage bauen zu lassen. Bild: zvg
Schülerinnen und Schüler der Kantonsschule Enge planen im Projektkurs «Entwicklungszusammenarbeit» ein Projekt zur Förderung der Nahrungsmittelproduktion in Malawi. Ein Bericht mitten aus der Projektklasse.

Mittwochnachmittag. Projektunterricht. 18 Schülerinnen und Schüler aus unterschiedlichen Klassen treffen sich, um ­zusammen etwas in der Welt zu bewegen. Sie lernen hier die Arbeit im Team und ­erleben den ganzen Prozess der Planung eines grossen Projektes mit. Die Mädchen und Jungs können vieles selber entscheiden, wie zum Beispiel den Ort und für welches Vorhaben sie sich einsetzen möchten.

Gegen Hunger und Armut

Nach spannenden Diskussionen mit interessanten Argumenten wurde das Projekt für die Förderung der Nahrungsmittelproduktion in Malawi mit nur einer Stimme Unterschied gewählt. Dieses Projekt der Jugendlichen wird 700 Menschen von Hunger und Armut befreien. «Mir bereitet es Freude, zu wissen, dass ich etwas bewirken kann, was einen positiven Einfluss haben wird», sagt Mara aus dem Projektkurs.

Die Kanti-Schülerinnen und -Schüler tauschen sich gegenseitig aus, bestimmen das Vorgehen, die Planung und die Finanzierung des Projektes. Sobald Entscheidungen gefällt sind, werden Aufgaben unter den 18 Projektteilnehmenden verteilt, um die Beschlüsse umzusetzen. «Mir gefällt es, dass ich selbstständig an meinem Anteil vom Projekt arbeiten kann», sagt Ladina.

Spenden willkommen

Wer das Hilfsprojekt in Malawi unterstützen möchte, für das sich die Schülerinnen und Schüler der Kantons­schule Enge engagieren:

Spendenkonto

Zürcher Kantonalbank

8010 Zürich

International Project Aid (IPA)

IBAN:

CH36 0070 0110 0035 0302 1

Es gibt viele verschiedene Aufgaben, an denen die Schülerinnen und Schüler arbeiten können. Vom Verfassen der Projektbeschreibungen über das Erstellen von Budgets bis zur Planung von Sammelaktionen gibt es genug Aufgaben, die einzeln oder in kleinen Gruppen bearbeitet werden. Je nach Talent und Interesse ­können sie Aufträgen nachgehen, die ­ihnen liegen.

Eine Gruppe arbeitet mit der Kirche Dreikönigen zusammen, wo sie das Projekt im Gottesdienst vom 18. Dezember vorstellen darf. Eine Lektion im eigentlichen Sinn gibt es nicht, auch keine Pausen nach jeweils 45 Minuten. Es ist ein Team, das hier mit zwei Coaches ganz praktisch arbeitet.

Das Ziel: Ertrag verzehnfachen

Das Projekt wird in Malawi umgesetzt, einem Binnenstaat in Südostafrika. Die Ortschaft heisst Vwawi Wankhama. Die Ziele der Klasse sind das Ende des Hungers und dass die Bauern ein Einkommen erwirtschaften können.

Die Kantischülerinnen und -schüler arbeiteten oft in Gruppen. Bild: zvg

Die Bauerngruppe hat genügend Land und Wasser zur Verfügung. Sie können ihre Felder in der Trockenzeit aber bisher kaum bewässern, da sie alles von Hand machen müssen. Aktuell können sie nur eine halbe Hektare bebauen. Deswegen ist das erste Ziel der Schülerinnen und Schüler, eine Bewässerungsanlage bauen zu lassen. Damit soll ein zehnmal höherer Ertrag erzielt werden. Auch ein Lagerhaus ist geplant. Es wird eine korrekte Lagerung und den Verkauf von Produkten an die umliegenden Dörfer zu einem fairen Preis ermöglichen. Je nach Sammlungserfolg werden weitere Teilprojekte wie etwa eine Ziegenherde möglich.

International Project Aid als Projektpartner

IPA (International Project Aid) ist eine Organisation mit dem Hauptsitz in der Enge. Es ist eine Organisation, die in der Entwicklungszusammenarbeit tätig ist und laufende Projekte in Kamerun, Albanien und Malawi hat. In den vergangenen 28 Jahren konnten über 320 Projekte realisiert werden. Die Organisation ist von der Zewo zertifiziert und hat sich im Quartier mit der Aktion «Enge macht Schule» einen Namen gemacht.

(e.)