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Kanton Zürich
20.09.2022
19.09.2022 16:24 Uhr

1342 Studierende nehmen eine Lehrerausbildung in Angriff

Die Pädagogische Hochschule meldet stabile Zahlen bei den Neueinsteigenden in den Lehrerberuf. (Symbolbild)
Die Pädagogische Hochschule meldet stabile Zahlen bei den Neueinsteigenden in den Lehrerberuf. (Symbolbild) Bild: KEYSTONE/PETER SCHNEIDER
Die Schlagzeilen über den Lehrermangel schrecken den Nachwuchs offenbar nicht ab: An der Pädagogischen Hochschule Zürich haben sich in diesem Jahr 1342 neue Studierende eingeschrieben. Das sind nahezu gleich viele wie im vergangenen Jahr.

Im vergangenen Jahr nahmen 1382 Studierende eine Ausbildung an der PH Zürich in Angriff, also nur 40 mehr als in diesem Jahr. Die Gesamtzahl der Studierenden bleibt praktisch unverändert bei rund 4300, wie die PH am Donnerstag mitteilte. Beliebt ist in diesem Jahr vor allem die Ausbildung auf Primarstufe, wo der Personalmangel besonders hoch ist. Auf der Sekundarstufe I ging die Zahl der Studierenden hingegen leicht zurück.

Rektor Heinz Rhyn ist mit den Zahlen zufrieden. «Es ist wichtig, dass wir gerade in der aktuellen Zeit viele Lehrpersonen ausbilden und damit einen substanziellen Beitrag zur Entschärfung des Lehrpersonenmangels leisten», wird er zitiert.

Wegen des Lehrermangels dürfen seit den Sommerferien erstmals auch Personen ohne abgeschlossene Ausbildung vor eine Klasse stehen. Diese Anstellungen sind bisher auf ein Jahr begrenzt. Danach sollen diese Aushilfslehrer eine reguläre Ausbildung an der PH beginnen.

Unqualifizierte sollen länger unterrichten

FDP und SVP fürchten jedoch, dass die Begrenzung auf ein Jahr der falsche Weg sein könnte. Die Mangelsituation werde sich kaum innert weniger Monate entspannen, nachdem sie sich über Jahre hinweg zugespitzt habe, schreiben die Parteien in einem dringlichen Postulat, das sie im Kantonsrat einreichten.

Sie fordern vom Regierungsrat, die Anstellung der Unqualifizierten auch länger als ein Jahr zuzulassen. Sonst könnten sich Schulen in der absurden Situation wiederfinden, Lehrpersonen ohne Zulassung, in die sie bereits viel Aufwand gesteckt hätten, durch neue Unqualifizierte ersetzen zu müssen. Natürlich müsse die Nachqualifizierung an einer PH «zu einem geeigneten Zeitpunkt» erfolgen, aber allenfalls halt später.

Der Kantonsrat wird in einer der kommenden Sitzungen über den Vorstoss beraten.

Keystone-SDA