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Zürich West
16.09.2022
15.09.2022 08:54 Uhr

«Dieser Neubau zieht alle an»

Stadtrat Andreas Hauri, die Direktorin Gesundheitszentren für das Alter, Renate Monego, und Betriebsleiter Patrick Lukacs am Tag der offenen Tür am 10. September.
Stadtrat Andreas Hauri, die Direktorin Gesundheitszentren für das Alter, Renate Monego, und Betriebsleiter Patrick Lukacs am Tag der offenen Tür am 10. September. Bild: Pia Meier
Das Gesundheitszentrum für das Alter Mathysweg in Albisrieden öffnete seine Türen. Das Interesse am modernen Haus und an dessen Einrichtungen war gross.

Pia Meier

Das neue Gesundheitszentrum für das ­Alter Mathysweg wurde im Juli 2022 eröffnet. Es ist ein sehr modernes und offenes Haus, welches Wohn- und Betreuungskonzepte nach dem neuesten Stand der Altersforschung anbietet, betonte Renate Monego, Direktorin Gesundheitszentren für das Alter, in ihrer Ansprache anlässlich des Tags der offenen Tür.

«Das Gesundheitszentrum fürs Alter Mathysweg ist das erste, das nach dem neuen Konzept eingerichtet ist.» Allerdings könne nun nicht erwartet werden, dass überall in der Stadt ähnliche Zentren entstehen würden. Das hänge vom heutigen Angebot in den einzelnen Quartieren ab.

Monego dankte allen, die 2017 bei der Volksabstimmung dem Ersatzneubau zugestimmt und zum tollen Ergebnis bei­getragen haben. 2019 erfolgte der Bau­beginn, und die Bewohnerinnen und ­Bewohner mussten ins temporäre Alterszentrum Triemli ziehen. Im Juni 2022 zogen 24 ältere Menschen in den Neubau ein. «Die Leute kommen in Etappen», erläuterte Betriebsleiter Patrick Lukacs. Bis Anfang November werde das Gesundheitszentrum voll belegt sein. «Es gibt eine Warteliste», so Lukacs.

Alle 121 Zimmer mit eigenem Bad

Alle drei Redner, Stadtrat Andreas Hauri, Stefan Forster, Zunftmeister Zunft zur Letzi, und Monego lobten am Tag der offenen Tür am 10. September das schöne Haus und das helle Ambiente. Das neue Gesundheitszentrum für das Alter umfasst 121 Zimmer. Diese sind attraktiv, eigentliche Apartments. Es gibt 97 Einzelzimmer ab 29 Quadratmetern und 12 Doppelzimmer ab 53 Quadratmetern. Alle haben ein eigenes Badezimmer, teilweise Küche oder Kochnische, einen eigenen Balkon und sind ausgestattet mit Notrufsystem. Die Zimmer sind individuell möblierbar.

Die Bewohnerinnen und Bewohner können ihren eigenen Hausarzt behalten, auf Wunsch die Wäsche selber waschen und das Appartement selber reinigen. Individuelle Mahlzeiten sind möglich und  Haustiere nach Absprache erlaubt. Ebenfalls möglich ist im Mathysweg tempo­räres Wohnen. Die 63 Millionen Franken, die das Gebäude gekostet habe, seien eine Investition in die Zukunft, bekräftigte Monego. Sie wies zudem auf das Schmetterlingskonzept hin, welches sowohl bei der Architektur als auch bei der Kunst am Bau zum Tragen kommt.

Im Haus gibt es eine Meditations- und Yoga-Lounge, altersgerechte Fit­ness- und Gesundheitsräume, eine Physiotherapiepraxis, einen Coiffeursalon, eine medizinische und kosmetische Fusspflege, einen Mehrzwecksaal und eine Bibliothek. Auch kulturelle, kreative Aktivitäten und Bewegungsaktivitäten fehlen nicht. 95 Prozent der Bewohnerinnen und Bewohner seien aus Albisrieden und Alt­stetten, so Lukacs. Die Leute würden sich freuen, in ein neues Haus zu ziehen. Mitarbeitende zu finden, sei ebenfalls nicht schwer, denn alle würden gerne in einem Neubau arbeiten. «Der Neubau zieht an», betonte Lukacs.

Vielfältiges Eröffnungsprogramm

Auch bei den Besucherinnen und Besuchern war das Interesse gross. Das Musterzimmer war immer sehr gut besucht, ebenso die anderen Orte im Haus. Das Gesundheitszentrum für das Alter am Mathysweg soll auch ein Quartiertreffpunkt sein. Stadtrat Hauri wies unter anderem auf das öffentliche Restaurant mit attraktiven Preisen hin.

Am Tag der offenen Tür wurde Jung und Alt einiges geboten. Die Kindertanzschule Albisrieden füllte den Mehrzwecksaal. Für weitere Unterhaltung sorgten die Harmonie Altstetten, der Handharmonika-Club Albisrieden sowie die Passion-Eventband.

Die Besucherinnen und Besucher erhielten zudem einen Einblick in den Technischen Dienst und in die Kunst am Bau. Auf Interesse stiessen ferner die Selbsterfahrung, die Pflege, das Zopfschlan-genbacken, die Fitnessgeräte, das Schminken, die Kegelbahn sowie weitere ­Angebote. Und natürlich mangelte es nicht an kulinarischen Angeboten.

Das Badezimmer im Musterzimmer. Bild: Pia Meier
Pia Meier