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Sport Regional
24.08.2022
23.08.2022 16:03 Uhr

«Mentalität und Zusammenhalt stehen über allem»

Ausgelassener Jubel nach dem Cupsieg – GC Amicitias Sportchef Gabor Vass (49).
Ausgelassener Jubel nach dem Cupsieg – GC Amicitias Sportchef Gabor Vass (49). Bild: zvg
Für GC Amicitia Zürich geht es zum Auftakt der Saison 2022/2023 gleich Schlag auf Schlag. Nach dem gegen Meister Schaffhausen verlorenen Supercup (25:32) vom Sonntag tritt der Cupsieger am Samstag im Europacup bei Gornik Zabrze (POL) an, gefolgt vom NLA-Saisonauftakt am Donnerstag, 1. September (19 Uhr, Saalsporthalle). Im Gespräch blickt Sportchef Gabor Vass auf die kommende Saison der Hoppers. 

Interview: Elad Ben-Am

Gabor Vass, mit dem Cupsieg und der Qualifikation für das Playoff-Halbfinale war GC Amicitia die Überraschungsmannschaft der vergangenen Saison.  Wie haben Sie diese bemerkenswerte Saison erlebt?

Nachdem wir in den Jahren zuvor jeweils gegen den Abstieg hatten kämpfen müssen, setzten wir uns eigentlich die Playoff-Qualifikation zum Ziel – dies mit einer ­talentierten, aber ziemlich jungen Mannschaft. Die Geschwindigkeit, mit der sich unser Team entwickelte, war dann aber auch für uns eine Überraschung. Neben der hervorragenden Arbeit unseres Trainers ist dies auch auf einen einmaligen Teamspirit zurückzuführen.

Auf diese Saison hin wurde die Mannschaft gezielt verstärkt. Worauf habt ihr bei der Kaderplanung den Fokus gelegt?

Unsere sportliche Philosophie basiert nach wie vor darauf, einen aus Eigen­gewächsen bestehenden Kern durch gestandene Profis intelligent zu verstärken. Ich denke, wir sind mit der diesjährigen Mannschaft offensiv noch etwas varia­bler. Aber wie bereits letzte Saison stehen die Mentalität und der Zusammenhalt über allem. Wir haben nach wie vor eine der jüngsten Mannschaften und eines der tiefsten Budgets der Liga und haben nicht vergessen, woher wir kommen. Was uns gegenüber den Spitzenteams an Erfahrung und vielleicht auch Klasse abgeht, müssen wir mit anderen Qualitäten kompensieren.

Im Supercup vom vergangenen Sonntag hat GC Amicitia über weite Strecken mit dem Ligakrösus Kadetten Schaffhausen mithalten können, bis man den Favoriten in der Schlussphase davonziehen lassen musste. Welche Erkenntnisse nehmt ihr mit aus diesem Spiel?

Dafür, dass wir sechs Neuzugänge zu integrieren hatten und die Mannschaft erst seit etwa fünf Wochen gemeinsam trainierte, sah das bis zur Schlussviertelstunde schon ganz anständig aus. In der Schlussphase häuften sich aber die technischen Fehler auf unserer Seite, was die erfahrenen Kadetten natürlich sofort bestraften. Auch daraus können wir vieles mitnehmen. Wir sind auf dem richtigen Weg, aber selbstverständlich ist die Findungsphase noch nicht abgeschlossen.

Am 1. September kann man GC Amicitia beim Saisonauftakt gegen Aufsteiger Kreuzlingen zum ersten Mal in der heimischen Saalsporthalle spielen sehen (19 Uhr). Was für ein Spiel erwarten Sie?

Gleich im ersten Spiel auf den Aufsteiger zu treffen, ist immer gefährlich. Aber ­natürlich ist es unser Anspruch, das erste Heimspiel zu gewinnen. In erster Linie ­erwarte ich, dass die Zuschauer von der ersten Minute an erkennen können, dass hier eine Mannschaft am Werk ist, welche mit Leidenschaft auftritt und mit Stolz das blau-weisse Trikot trägt. Aber da mache ich mir bei unserer Mannschaft keine Sorgen.

Elad Ben-Am